Haus P1

Errichtung eines Einfamilienhauses

Ort: Phoenixsee Dortmund
Zeitraum: 2009 (Planung)
Leistung: Wettbewerb
BGF: 235 m²
BRI: 745 m²
Auftraggeber: Phoenixsee Entwicklungs-
gesellschaft 21 mbH

Das Gebäude besteht aus 2 Baukörpern, die ein L-förmiges Ensemble bilden. Diese sind kubisch ausgebildet und bewirken durch Vor- und Rücksprünge, Einschnitte und Verschneidungen spannende Raum- und Sichtbeziehungen.

Von dem Eingang aus erreicht man eine Galerieebene, die an einen 2-geschossigen Luftraum grenzt. Bereits beim Betreten des Hauses bietet sich dem Bewohner eine spektakuläre Aussicht auf den Phoenixsee.

Das Gartengeschoss bietet einen offenen Essbereich im Luftraum. Der Übergang zum Wohnbereich ist offen gehalten, unterschiedliche Wohn- und Lebensbedürfnisse können realisiert werden. Die Küche bietet einen Austritt zu einer kleinen Frühstücksterrasse mit Ostorientierung. Die geschützte Atmosphäre wird unterstrichen durch die Wasserwand, an der von einem Becken auf Eingangsniveau ein steter Wasser-Vorhang herunter läuft und in einem schmalen Becken aufgefangen wird. Durch das optische, akustische und sensorische Erleben wird bereits das Frühstück zu einem Erlebnis am und mit dem Wasser.

Im Eingangsgeschoss befindet sich außer der Garage und der Eingangssituation für die Familieneinheit eine Einliegerwohnung. Diese ist ebenerdig und altengerecht ausgebildet, um unterschiedlichen Anforderungen gerecht zu werden: Generationen-übergreifendes Wohnen, externe Vermietung, Integrieren in die Hauptwohnung.

Das Obergeschoss unterteilt sich in einen Eltern- und einen multifunktionalen Bereich. Der Erschließungszone angegliedert ist ein offener Bereich mit Blick auf den Phoenixsee, der als Arbeitsbereich oder Spielfläche genutzt werden kann. Die beiden Zimmer mit West- und Ostorientierung lassen nicht nur die Nutzung als Kinderzimmer, sondern auch für nahezu alle anderen Nutzungen offen.

Die Energieversorgung ist vorgesehen aus einer Kombination einer Erdwärmepumpe mit Solarthermie-Anlage. Da die Wärme des Erdreich im Gegensatz zur Luft auch im Winter konstante Temperaturen aufweist, ist die Effizienz einer Geothermianlage gleichbleibend hoch. Die Kollektorflächen auf der Dachfläche sorgen für eine kostenlose Brauchwassererwärmung und Unterstützung der Heizungsanlage.

Das Gebäude wird passend zu der kubischen Ausformulierung und in Anklang zu der früheren Bebauung des Hochofen- und Stahlwerkgeländes Phoenix in Industrieziegel vorgesehen. Auch die Gartenmauern und Stützwände nehmen die gleiche Materialität auf.